22. Februar 2019

Jeder, der seine Lebensweise nachhaltiger gestaltet, tut etwas für die Umwelt, für globale Gerechtigkeit, für eine lebenswerte Zukunft. Er spart sogar Geld und steigert seinen Wohlstand! Denn jeder fühlt sich  “wohler”, wenn hinter seinem Konsum und Verhalten keine Kinderarbeit, ein gerechter Lohn und keine Umweltzerstörung steckt. Auch Schüler gibt es viele Handlungsfelder. Einige Beispiele als Übersicht:

 

Schulen:

– Einen Arbeitskreis (vielleicht zusammen mit interessierten Lehrern und dem Hausmeister) für Energie- und CO2-Einsparung gründen. Möglichkeiten: Beleuchtung auf LED-Lampen umstellen, Umwälzpumpe der Heizung erneuern; (moderne Umwälzpumpen amortisieren sich oft innerhalb eines Jahres); Optimierung der Heizungssteuerung; Lüftungsverhalten in den Klassenräume; etc.

– Wenn noch nicht geschehen, eine Umwelt/Nachhaltigkeits AG gründen.

– Dem Beispiel von Lina folgen und CO2-arme Klassen- und Studienfahrten thematisieren: “Weniger fliegen – wie eine Schülerin ihre Schule zum Umdenken animierte”, Tagesspiegel 14.02.2019

– Einen Ideenwettbewerb organisieren.

– In Grundschulen das schweizer „Pedibus-Konzept“ vorstellen (Eltern organisieren eine Schulwegbegleitung zu Fuß für Grundschüler): Zu finden auf Schweizer Website www.familienleben.ch,  “Ein Bus, der Kinder zu Fuss zur Schule bringt”

 

Zusammenarbeit mit lokaler Politik und Verwaltung:

– Gegebenenfalls Bus-/Schulbuszeiten anpassen. In ländlichen Regionen haben volljährige Berufschüler oft das Problem, dass am Nachmittag keine Busse mehr fahren und sie deshalb ein Auto benutzen. Auch für Pendlerzu großen Firmen sind die Fahrpläne des ÖPNV oft nicht optimiert.

– Bei Verwaltung oder Bürgermeister nachfragen, welche Energiesparmaßnahmen bisher in öffentlichen Gebäuden durchgeführt wurden und was aktuell geplant ist. Kann meine Kommune auch Klimaschutz/Energiekommune werden? Die bisherigen Energie-Kommunen in Deutschland mit ihren Maßnahmen findet man auf der Website www.kommunal-erneuerbar.de.

– Die Bürgerfragestunde (diese sollte es inzwischen überall geben) bei Rats- oder Kreistagsversammlungen nutzen: An das Mikrofon gehen und Fragen stellen und Vorschläge für Maßnahmen machen! Was die Ratsversammlung beschließt, muss von der kommunalen Verwaltung umgesetzt werden. Bei den Rats-/Kreistagssitzungen sind auch immer Journalisten der lokalen Zeitungen anwesend, die sicherlich gerne über Vorschläge berichten. Vorschläge wären z. B. die Erweiterung von städtischen Grünflächen und ihre Nutzung auch für “urban gardening”, die Umrüstung auf LED-Beleuchtung in öffentlichen Gebäuden (z. B. Schulen, Krankenhäusern, Schwimmbädern, Stadtbüchereien). Sie ist heute auch ohne Investitionskosten über Leasing/Miete möglich! Die Umrüstung wird dabei nur über die Stromeinsparung finanziert. Das gleiche gilt für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen.

– Die Anpassung der Baurichtlinien und die Umsetzung der EU-Richtlinie für Niedrigst-Energie-Gebäude fordern, wenn sie noch nicht angepasst oder umgesetzt wurden.

– Größere kommunale Projekte könnten zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Sparkassen (Auflegen eines Bürgerfonds) auch durch eine Bürgerbeteiligung finanziert werden.

– Bieten die Stadtwerke schon ein Mieterstrom-Modell an?

 

Medien und Demos:

– Mit örtlichen Zeitungen und Radiosendern Kontakt aufnehmen und mit ihnen über die eigenen Aktivitäten reden;  Leserbriefe schreiben.

– Auf Demos dann über die Aktivitäten berichten, um zu zeigen, dass Schüler nicht nur fordern, sondern auch aktiv sind, um das Klima zu schützen. Damit andere zu motivieren, mitzumachen und in ihrem Umfeld aktiv zu werden.

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